Beobachtungen von Finsternissen

If your pictures aren't good enough, you're not close enough. (Robert Capa)


Sofi 2008, indirekte Beobachtung mit Kindern

Die Sonnenfinsternis am 01.08.2008 war für Deutschland eine partielle Finsternis. Da ich mich gegen eine Reise nach Sibirien entschieden habe, blieb mir die lokale Sternwarte oder der eigene Garten mit eigenen Mitteln. Die Wettervorhersagen für meinen Standort Mainz waren - wie immer - lausig, Regen, Schauerartige Gewitter, schwül und stürmisch. Mainz hatte ein maximale Überdeckung von ca. 11 % zu erwarten - nicht viel aber besser als zur Sofi 1999 in Stuttgart (Überdeckung 100%, Seeing/Sicht 0%, Wolken 100%, Regen 100%).
Daher entschloss ich mich für die sparsame Variante:

  • Baader Sonnenfinsternisbrille(n)
  • ein kleines Fernrohr mit Stativ
  • indirekte Sonnenbeobachtung mit Fotos

  • Das "Equipment" habe ich zum Teil mit meinen Kindern aufgebaut.

    Beobachtungsaufbau

    Mein Ältester durfte dann auch selbst fotografieren - als die Wolkendecke aufriss.

    Um es vorweg zu nehmen: Das Wetter hielt. Kein Regen und die Wolkendecke lies ab und zu einen Blick auf die Sonne zu.

    Wetter in Mainz

    Wie man auf dem ersten Bild erkennen kann ist der Aufbau für eine indirekte Beobachtung sehr einfach. Das kleine Fernrohr hat eine Öffnung von 30 mm. Die Vergrößerung kann zwischen 10 und 35 fach eingestellt werden. Ein Beispiel für die Projektion kann man auf dem nächsten Bild sehen.


    Die meiste Zeit waren Cirren vorhanden. Diese liesen zwar die Sicht auf die Sonne mit Finsternissbrille zu, haben jedoch die Projektion verschlechtert.
    Am Ende der Finsternis habe ich einen Schaden am Objektiv der Kamera festgestellt - nicht tragisch, beeinflusst aber leider die Qualität der Bilder.



    Zuletzt geändert am 03.08.2008